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Fandom:
Relationship:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 1 of Schöne blaue augen/beautiful blue eyes
Stats:
Published:
2023-07-20
Words:
921
Chapters:
1/1
Comments:
4
Kudos:
47
Bookmarks:
3
Hits:
344

schöne blaue Augen

Summary:

Boerne hatte mal wieder viel zu viel getrunken.

Notes:

Nachdem ich unzählige Tatort Münster fanfics gelesen habe probiere ich selber mal eine zu schreiben, ich habe schon länger nichts mehr auf deutsch geschrieben also entschulidge ich mich schon mal für Grammatik und so

Work Text:

Boerne hatte mal wieder viel zu viel getrunken. Als er aufstand schwankte er leicht, aber irgendwie musste er ja raus aus dieser Bar, in der er hier gelandet ist und nach Hause in sein weiches Bett. Auto fahren war ausgeschlossen, dafür war er schon längst zu betrunken.

Als er aus der Bar in die kühle Nachtluft hinausstieg, stolperte er fast, konnte sich aber noch rechtzeitig gegen die Hauswand stützen. Als Boerne sich von seinem, beinahe-Sturz erholt hatte ging er schwankend in die Richtung, in der er glaubte, das sich seine Wohnung befand.

Selbst in diesem Zustand konnte er an nichts anderes an Thiel denken. Thiel mit den blauen Augen, die ihn immer so anschauten, als wäre er die in Thiels Worten „größte Nervensäge“, dabei wollte er doch nur liebevoll angeschaut werden von diesen schönen blauen Augen.
Thiel mit der alten Jacke, die wahrscheinlich nicht mehr produziert wird, Thiel mit dem schlimmsten Kleidungstil, Thiel der herumbrüllte, Thiel der fast immer schlechte Laune hatte. Aber er liebte Thiel ja irgendwie genau deshalb. Und er liebte Thiel dafür das er ihn zum Lachen brachte und dafür das er mit ihm abends Wein trank, obwohl er lieber Bier mag. Und dafür das er seine Freizeit mit ihm verbracht und dafür, dass er seine Redeschwelle nur selten unterbricht und dafür das er da war. Dass er einfach da war

Langsam verlies Boerne die Kraft zum Gehen und als er an einem Spielplatz vorbei kam setze er sich auf die Schaukel, die leicht im Wind schwankt und dachte weiter an Thiel und wie es nie sein Thiel sein würde.
Warte.
Kannte er diesen Spielplatz nicht? Irgendwie kam ihm der bekannt vor. Ah ja richtig! Das ist der Spielplatz der nur ein paar Straßen von seiner Wohnung entfernt war. Hier war er einmal mit Thiel gewesen als sie einen besonders schweren Fall gelöst hatten. Sie hatten eine Flasche Wein zu viel intus gehabt und sind durch die ruhigen Straßen gegangen bis sie auf dem Spielplatz ankamen und Boerne hatte Thiel davon überzeugt mit ihm zu schaukeln.
Da musste Boerne lächeln. Er wünschte solche Abende könnten öfters vorkommen, wo sie dumme Sachen taten und vergasen, dass sie erwachsen waren und Verantwortung hatten.

Müde raffte sich Boerne auf und machte sich auf den restlichen Weg nach Hause.

Als Boerne dabei war seine Haustür aufzuschließen wollte er sich immer umdrehen und bei Thiel klingeln, aber er wusste das dieser nicht gut darauf zu sprechen war, wenn er ihn mitten in der Nacht aus dem Schlaf klingeln würde.

Nachdem ihm der Schlüssel zum vierten Mal aus der Hand viel lies Boerne sich erschöpft auf den Boden gleiten. Er war viel zu betrunken, um den Schlüssel ins Schlüsselloch zu befördern. Sollte er doch bei Thiel klingeln? Oder einfach hier am Gang schlafen? Nein, das ist keine gute Idee.

Nach ein paar Minuten ins nichts starren, raffte Boerne sich noch einmal auf, um erneut zu versuchen seine Tür aufzuschließen, doch er scheiterte auch dieses Mal.
Schließlich gab er auf und drehte sich um, und ging auf wackeligen Beinen zu seinem Nachbar herüber und drückte auf die Klingel.
Nachdem nach ein paar Sekunden nichts passierte drückte er nochmals auf den Knopf. Nach ein paar Wiederholungen öffnete sich die Tür und ein genervter, verschlafener leicht bekleideter Thiel stand vor ihm.

„Was wollen Sie um 4 in der Gott verdammten Früh?“, brummte Thiel ihn an.
„Ich krieg die Tür nicht auf“, antwortete Boerne und klang dabei sehr betrunken.
„Gott sie sind ja komplett dicht, geben Sie mir schon ihren Scheiß-Schlüssel“

Gegen den Türrahmen lehnend deutete Boerne auf den Boden, vor seiner Tür, wo sich der Schlüssel befand. Grummelig ging Thiel hin, bückte sich und öffnete die Tür ohne 5 Mal zu versagen. Als Thiel in seine Wohnung wollte machte Boerne keine Anstalten sich von dem Eingang weg zu bewegen.

„Jetzt oder nie“, dachte Boerne, dessen Gedanken nur um Thiel kreisten, um seine blauen Augen um seine dünnen Lippen, welche sich so nah vor seinen befanden und ohne nachzudenken legte er seine Lippen auf Thiels.

Ein paar Sekunden erstarrte dieser in der Bewegung Boerne beiseitezuschieben, bis er schnell zurückwich.

„T-Tut mir leid!“ Boerne ging schnell in seine Wohnung, während seine Gedanken um seine dumme Tat kreisten. Er fühlte sich plötzlich viel nüchterner aber die Welt hörte trotzdem nicht auf sich zu drehen. Mit einem grauenhaften Gefühl ließ er sich auf sein Bett fallen, ohne sich um zu ziehen oder die Zähne zu putzen.

*~*~*~*~*~*

Als Boerne am nächsten Morgen aufwachte hatte er starke Kopfschmerzen und große Reue seiner Taten des gegenüber seinen Taten des gestrigen Abends. Er hatte Thiel geküsst. Er. Hat. Thiel. Geküsst.

Scheiße

Was hatte er nur getan? Er konnte Thiel nie wieder in die Augen schauen. In diese schönen blauen Augen in die er sich so unglücklich und Hals über Kopf verliebt hat.

Als es bei ihm klingelte, schreckte er aus der unbequemen Liege Position und seine Kopfschmerzen begannen sich zu vergrößern
Langsam bewegte er sich Richtung Tür und öffnete sie, um einen müden Thiel vor ihm zu sehen.

„Sie sehen furchtbar aus“, sagte dieser, bevor er ihm eine Tasse Kaffee in die Hand drückte
„Danke“, flüsterte Boerne zurück, nahm die Tasse an und machte einen kräftigen Schluck.

„Es tut mir leid, wegen gestern“, gab Boerne kleinlaut von sich, und richtet seinen Blick auf seine Schuhe welche er noch immer trag. Als er eine Hand auf seiner Wange spürte blickte er auf uns schaute in Thiels wunderschöne blaue Augen.
„Das muss es nicht“, war das letzte, was er hörte bevor er weiche Lippen auf seinen spürte.

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