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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2024-02-01
Words:
1,243
Chapters:
1/1
Comments:
8
Kudos:
20
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1
Hits:
413

Spät nachts im Büro

Summary:

Nach einem langen Arbeitstag im Büro, entscheidet Lena, dass man ja nicht unbedingt nach Hause fahren muss, um ein bisschen Spaß zu haben.

Notes:

(See the end of the work for notes.)

Work Text:

Obwohl der längste Tag des Jahres noch nicht weit zurück liegt, sitzen Lena und Johanna
mittlerweile im Halbdunkel an ihren Schreibtischen. Frau Keller hat sich schon vor über einer
Stunde verabschiedet und das letzte Mal, dass im Flur Licht angegangen ist, ist auch eine ganze
Weile her.

Als Johannas abschweifende Gedanken sie zwingen, denselben Absatz im
Zeugenbericht zum vierten Mal von vorne anfangen muss zu lesen, entscheidet sie, dass es
vielleicht doch Zeit ist, diesen Bericht Bericht sein zu lassen und endlich heimzufahren. Sie hat
das Gefühl, dass es Lena drüben nicht viel anders geht. Also steht sie auf und geht rüber in Lenas
Büro.

Ihre Partnerin hat das Kinn in ihre Hand gestützt und das kalte Licht des Bildschirms
erleuchtet ihre Gesichtszüge. In ihrer Konzentration hat sich die Falte zwischen ihren
Augenbrauen vertieft und ihre Lippen sind schmal aufeinander gepresst. “Lena?” Ohne ihre Augen
vom Bildschirm zu lösen, lässt die nur ein gegrummeltes “Hm” heraus. Mit einem liebevollen
Lächeln stößt Johanna ihren Atem aus und quetscht sich zwischen Lena und den Schreibtisch,
um sie zu zwingen, ihre Augen von der zigten Zeugenaussage abzuwenden und stattdessen zu ihr
zu sehen.

Lena lehnt sich in ihrem Schreibtischstuhl nach hinten und verschränkt die Arme. Sie ist
nicht die einzige, die ihre Augen wandern lässt. Auch Johanna lässt ihren Blick über sie gleiten,
über ihre Lederjacke, die über der Stuhllehne hängt, über ihre wirren Locken, über die Sehnen am
Hals, über das enge, graue T-shirt, das Tattoo auf ihrem Oberarm, die schwarze Jeans, die nicht
im geringsten versucht, Lenas Körperform zu verbergen. Als sie wieder aufschaut, bemerkt sie
das leichte Grinsen in Lenas Gesicht. Dann steht die plötzlich auf, kickt ihren Stuhl nach hinten
und schließt zu Johanna auf.

Dicht voreinander stehen sie an Lenas Schreibtisch. Johanna spürt,
wie die Kante der Tischplatte sich langsam aber sicher immer fester in die Rückseite ihrer
Oberschenkel gräbt. Lena macht sie wahnsinnig, steht so nah vor ihr, dass eine Gänsehaut ihren
ganzen Körper bedeckt und sie sich sicher ist, ihren Herzschlag spüren zu können.

“Das traust du dich nicht. Nicht hier.”, versucht Johanna standhaft hervorzubringen, doch die
letzten Worte verlassen ihre Kehle eher mit einem Kratzen. Eisern sieht sie Lena in die Augen,
sieht das Verlangen darin aufblitzen, und muss sich eingestehen, dass Lena bei ihre vermutlich
gerade genau dasselbe sieht. Denn sie weiß selbst am besten, wie es gerade in ihrer Unterhose
aussieht.

“Um was willst du wetten?”, fragt Lena rau, ihr Gesicht ist mittlerweile keine zwei
Zentimeter mehr von Johannas entfernt und ihr restlicher Körper sowieso nicht. Sie spürt Johanna
brennend heiß auf ihrer Haut, trotz der Schichten an Kleidung, die sie theoretisch gesehen noch
physisch voneinander trennen. Statt einer Antwort beschleunigt sich Johannas Atem und sie
versucht den Spalt zu überbrücken, um Lenas Lippen endlich auf ihren eigenen zu spüren. Doch
Lena zieht spielerisch ein wenig zurück. Johanna hebt vorsichtig die rechte Hand, um sich eine
nach vorne gefallene Strähne wieder hinters Ohr zu schieben. Lena nutzt die Gelegenheit, greift
blitzschnell nach dem Handgelenk und führt es nach unten hinter Johannas Rücken, die daraufhin
nicht anders kann, als heiser aufzustöhnen.

Und dann, endlich, spürt Johanna die Lippen ihrer Partnerin auf ihrem Mund. Der Kuss ist fordernd,
Lenas Zunge stößt unerbittlich gegen Johannas, ihre Zähne kratzen über ihre Unterlippe.
Gleichzeitig öffnet Lena mit ihrer freien Hand Johannas Hose und schiebt sie so weit hinein,
dass sie ohne Zweifel die Feuchtigkeit spüren kann.
Johanna stöhnt erneut auf. Lena unterbricht den Kuss und sieht ihr mit weiten Pupillen und einem
selbstsicheren Grinsen in die Augen. “Ich würde sagen, die Wette hast du hiermit verloren…”

Und damit weicht sie von jeglicher Zurückhaltung und versenkt zwei Finger tief in Johanna. Die denkt
gar nicht erst daran, Widerstand zu leisten, stöhnt wieder auf, bewegt ihre Hüfte mit und reibt sich
an Lenas Handfläche. Johanna reckt sich nach vorne, um Lenas Lippen zu einem feuchten und
umkoordinierten Kuss einzufangen, versucht ihre rechte Hand zu befreien, um sie wie die linke in
die Tischkante zu krallen. Doch Lenas Griff ist fester und zwingt Johanna, sich mit ihren weichen
Knien und der linken Hand zur Stabilisierung zufrieden zu geben. Lena genießt die enge, warme
Feuchtigkeit um ihre Finger herum, den Geschmack von Johannas letztem Kaffee auf ihrer Zunge.

Beim nächsten Stoß krümmt sie ihre Finger in Johanna und spürt, wie ihr Stöhnen daraufhin über
ihre Lippen vibriert. Immer wieder drohen Johannas Knie nachzugeben, wenn ihre Fingerspitzen
wieder den richtigen Punkt finden oder ihre Lippen heiß und gierig an ihrem Hals saugen. Selten
ist Johanna bis jetzt so dankbar für eine Tischkante, die sich in ihre Oberschenkel gräbt, gewesen.
Immer öfter hört Lena, wie Johannas Atem stockt und kleine Seufzer freilässt, und spürt, wie ihre
Hüfte sich immer schneller gegen ihre Hand bewegt.

In diesem Moment siegt das kleine Teufelchen auf Lenas Schulter und sie zieht ihre Hand aus Johannas Unterhose raus.
Johannas verzweifelte Hüftbewegung, bevor sie ganz realisiert, was Lena da gerade getan hat, lässt die
Hitze in Lenas Unterleib um ein vielfaches ansteigen. Frustriert stöhnt Johanna auf und wirft den
Kopf nach hinten. “Aaaah, fuck!”, schreit sie in den Raum rein und atmet schwer.

Das Lächeln, das sie dann auf Lenas Lippen sieht, steigert Johannas Lust ins Unermessliche, doch sie kann
sich in ihrer Position nicht selbst darum kümmern. “Ich dachte, du hast vielleicht recht und wir
sollte das nicht hier machen?”, gibt Lena betont unschuldig von sich und drängt ihr Knie zwischen
Johannas Schenkel. “Es ist mir - scheißegal, was du gerade denkst, du - hast das hier -
angefangen und bringst es - jetzt auch zu Ende”, keucht Johanna stockend und sucht Reibung an
Lenas Oberschenkel.

“Ist das so?”, fragt Lena schelmisch und fährt mit ihren Fingern über
Johannas Lippen. Das Stöhnen, was ihr eigener Geschmack auf ihren Lippen auslöst, überzeugt
auch Lena schließlich Gnade walten zu lassen. Kurz hofft sie, dass niemand noch im Haus ist, der
Johannas Laute hören kann, beschließt dann aber, dass es sowieso schon zu spät ist, sich
darüber Gedanken zu machen und gleitet mit ihrer Hand wieder an Johannas Schamhaar herab,
bis sie wieder in sie eindringen kann.

Johanna wirft den Kopf nach hinten, im Gegensatz zu eben,
ist alles, was jetzt über ihre Lippen kommt weit entfernt von zurückhaltend. Immer stärker wird
das Kribbeln, bis in ihre Zehenspitzen breitet es sich aus, als Lena ihre Finger wieder krümmt und
sie stürmisch küsst, bei dem Versuch ein paar der Laute einzufangen. Dann spürt Lena das,
worauf sie so hart hingearbeitet hat. Pulsierend zieht sich Johanna um ihre Finger zusammen und
Lena löst ihre Hand von ihrem Handgelenk, um stattdessen in ihren Rücken zu greifen, als sie
merkt, dass Johannas Knie jetzt endgültig ihre Funktion niedergelegt haben. Sie liebt den Anblick
ihrer Partnerin mit rot geküssten Lippen, unordentlichen Haaren und purer Entspannung im
Gesicht.

Als die letzten Wellen in Johannas Körper abgeebbt sind, öffnet sie ihre Augen und stützt
sich auf, um sich auf den Schreibtisch zu setzen. Sie lässt ihre Stirn gegen Lenas Brust fallen und
nimmt sich noch ein wenig Zeit, um zu Atem zu kommen. Ein leise geflüstertes, fast ungläubiges
“Fuck” schleicht sich noch hervor. Als sie wieder zu Lena aufsieht, kann sie sich ein Grinsen nicht
verkneifen, während sie ihre Hose wieder zuknöpft. “Ich glaube du hast recht, wir sollten das
woanders zu Ende bringen…” Ungläubig sieht Lena sie an, schnappt sich dann jedoch
blitzschnell ihre Jacke von der Stuhllehne und kommt erst wieder im Türrahmen zum Stehen.
“Also ich wär so weit”, raunt sie Johanna zu.

Notes:

Den Anfang dieser Geschichte habe ich bei einer Nacht- und Nebel-Aktion gemacht, der Rest ist dann noch zu nicht ganz so später (früher?) Stunde dazugekommen. Ich hoffe ihr hattet Spaß am Lesen, ich freue mich wie immer über ein bisschen Liebe <3