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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2025-06-08
Updated:
2026-01-07
Words:
123,733
Chapters:
42/?
Comments:
17
Kudos:
12
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1
Hits:
837

Wail at the Moon

Summary:

Einige Zeit lang fand Stiles es vor allem amüsant. Das ganze Hin und Her zwischen Peter, Derek und Scott um die Frage wer der große böse Alpha war. Als ob auch nur einer von ihnen wirklich das Zeug zum Alpha hätte und der Rudelführer sein könnte. Nein, der Rudelführer des Hale/McCalls-Rudel von Beacon Hills war Stiles Stilinski, danke vielmals, und das obwohl er nicht einmal ein Werwolf war. Vor und nach dem Ende der Serie und was es wirklich bedeutet ein Rudel zu sein.

Notes:

Disclaimer: „Teen Wolf (MTV)“ ist nicht mein geistiges Eigentum. Alle Rechte liegen bei MTV, Paramount, Jeff Davis und Co. Ich spiele nur auf deren Wiese und verdiene kein Geld mit dieser Fic.

Spoilerwarning: Spoiler für alle 6 Staffeln und den Film, letzteres aber nur indirekt, da die Handlung vor dem Film spielt und der im Rahmen dieser Fic eher nie stattfinden wird, also keine Sorge

Warnings: Nicht-lineare Narration, Unzuverlässiger Erzähler, Angst, Gewalt, Horror, Bullying, Ableism, Character Death, Werwölfe (ist immerhin Teen Wolf), Polyamory, Kate Argent, Erw. der Ereignisse von Staffel 6 und Isaacs und Theos Backstoys, leichtes Season 5 und 6 Bashing, was gewisse Handlungsstränge angeht, die besonders ärgerlich waren und sowie leichtes Scott Bashing durch den POV diverser Charaktere (manchmal gerechtfertigt und manchmal weniger gerechtfertigt), canon-übliches Derek-Bashing durch den POV diverser Charaktere

Pairings: alle Canon-Pairings so wie diverse implizierte Pairings, inklusive: aktuelles Scott/Malia, Chris/Melissa, Mason/Corey, Thiam, Stydia, Ethan/Jackson, Derek/Braeden, vergangenes Scott/Kira, Stalia, Scott/Allison, Isaac/Allison, Chris/Victoria, Lydia/Jackson, Ethan/Danny, Liam/Hayden, Lydia/Aiden, impliziertes Sterek, Styles/Cora, Kira/Malia, Jordan/Lydia, Brett/Liam uvm. Seien wir mal ehrlich in dieser Serie wollte jeder jeden bespringen und das ist ein Thema in dieser Fic

Chapter 1: Prolog

Notes:

(See the end of the chapter for notes.)

Chapter Text

Wail at the Moon


Prolog


Einige Zeit lang fand Stiles es vor allem amüsant. Das ganze Hin und Her zwischen Peter, Derek und Scott um die Frage wer der große böse Alpha war. Als ob auch nur einer von ihnen wirklich das Zeug zum Alpha hätte und der Rudelführer sein könnte. True Alpha und Bruder in allem außer der Biologie hin oder her, Scott war etwas zu einfältig, etwas zu nett, etwas zu naiv und etwas zu schnell bereit anderen zu vergeben und jemals wirklich ein ernstzunehmender Rudelführer sein zu können. Der einzige Grund warum ihm irgendjemand folgte bestand letztlich darin, dass er eben die geheimnisvolle Art von wahren Alpha war, der von selbst rote Augen und die Alpha-Magie entwickelte anstatt sie stehlen oder erben zu müssen, was ihn in den Augen aller zu einer Art Messias der Werwolftums machte. In Wahrheit wusste er aber nicht was er tat (siehe das ganze Liam-Disaster).

Dereks Versuche wiederum waren sogar noch trauriger, denn er war zu verschlossen, zu aggressiv, zu misstrauisch, zu stur (!) und zu sehr von seiner Vergangenheit belastet um irgendjemanden anzuführen, ganz zu schweigen vom einem Werwolf-Rudel, und war gerade erst dabei zu lernen was es bedeutete ein Anführer und ein Alpha zu sein. Eine Entwicklung die  ironischerweise begann, nachdem er sein Alphatum freiwillig aufgeben hatte um seine Schwester zu retten. Irgendwann würde Derek ein großartiger Alpha mit ebenso von selbst roten Augen werden wie Scott, davon war Stiles überzeugt, aber dieses irgendwann war nicht heute.

Und was Peter anging … nun Peter war zu verrückt (nicht seine Schuld, aber ein Fakt), zu verschlagen (sehr wohl seine Schuld), zu machtgierig und zu wenig selbstlos um ein Anführer zu sein. Peter hatte seinen Nutzen, und wenn er gerade keinen psychotischen Schub hatte, dann war er eigentlich jemand, mit dem Stiles seine Zeit nicht ungerne verbrachte (nicht, dass er das jemals zugeben würde!), aber ein Anführer oder auch nur ein Alpha? Alleine die Vorstellung war doch wohl ein Witz!

Nein, Alphatum durch rote Augen hin oder her (was ja sowieso nicht viel bedeutete, siehe das Alpha-Rudel bestehend aus einem Haufen Alphas), keiner von diesen dreien hatte das Zeug zum Rudelführer. Sie waren nicht mal besonders gute Anführer.

Chris Argent, Scotts Mutter Melissa und Stiles Dad waren in dieser Hinsicht nicht nur besser in dieser Rolle, weil sie erwachsen waren (genau genommen waren Derek und Peter auch erwachsen, aber keiner, der fünf Minuten mit ihnen verbrachte, glaubte danach noch, dass sie das wirklich waren), sondern einfach deswegen weil sie bessere Anführer waren. Aber sie waren nur Anführer ihrer kleine professionellen Gruppen von Angestellten – der Jäger und Waffenhersteller, des Krankenhauses und der lokalen Polizei.

Nein, der Rudelführer des Hale/McCalls-Rudel von Beacon Hills war Stiles Stilinski, danke vielmals, und das obwohl er nicht einmal ein Werwolf war.

Stiles hatte sich diese Rolle nicht ausgesucht, er hatte sie einfach im Laufe der Zeit übernommen, weil sie jemand übernehmen musste. Zunächst einfach nur, weil sich jemand um Scott kümmern musste, dann weil jemand die Stadt vor allem dem übernatürlichen Wahnsinn schützen musste, der darin passierte, und dann schließlich, weil es nicht anging, dass es zwei rivalisierende Rudel in der Stadt gab, die gegeneinander anstatt zusammen arbeiteten, obwohl sie doch zusammen gehörten.

Scotts und Dereks Geschwisterrivalität war in dem Moment nicht mehr witzig, als Leben auf dem Spiel standen und keiner mehr Erica und Boyd finden konnte. Also beschloss Stiles, dass es Zeit war aus zwei Rudeln eines zu machen und alles in Ordnung zu bringen. Eine Tatsache, in die er weder Derek noch Scott einweihte, die er aber stillschweigend durchsetzte, was aber zunächst gerade mal Peter zu bemerken schien, der wissend grinste, aber kein Kommentar dazu abgab.

Und dann gab es nur noch einen Alpha mit roten Augen, und das war Scott, und Derek ordnete sich ihm unter. Und ungefähr zu diesem Zeitpunkt schienen alle Scott und Stiles für Co-Anführer zu halten, was nicht ganz falsch war, aber auch nicht ganz richtig. Denn immerhin konnte es, wenn es hart auf hart kam, nur einen wahren Anführer geben, und es bestand kein Zweifel daran wer dieser Anführer war. Selbst Theo erkannte das. Er wollte das ganze Rudel, er wollte Scotts Platz einnehmen, der Alpha sein, aber nicht der Rudelführer, denn der Posten war ja schon vergeben, an Stiles.

Leider kam mit der Erkenntnis um Theos Pläne, aber auch die Erkenntnis, dass Scott ernsthaft dachte, dass er der eine wahre Anführer wäre. Wohl weil er übernatürlich war, und Stiles nicht. Wegen Theos Intrigen und weil so viel auf dem Spiel stand, war Stiles bereit Scott all seine Dummheiten zu verzeihen und sogar darüber hinwegzusehen, dass sein allerbester Freund Theo ernsthaft abnahm, dass Stiles ein kaltblütiger Mörder war (der als normaler Mensch aus irgendwelchen Gründen körperlich dazu in der Lage sein sollte eine Chimäre aus anderen Gründen als einer (un)unglücklicher Fügung heraus totzuschlagen), aber leider stellte er bald fest, dass Scotts damaliger Versuch ihn aus allen übernatürlichen Chaos auszuschließen nur der erste in einer Reihe von Versuchen war.

Vermutlich war er selbst Schuld, weil er die Stadt verließ, aber Scott, Lydia und Malia enthielten ihm wissentlich alles, was in Beacon Hills abging, vor um ihn zu schützen und versuchten ihre Probleme selbst zu lösen, was entsprechend beinahe in die Hose ging und Leben kostete.

Zu diesem Zeitpunkt fand Stiles das alles nicht mehr amüsant. Scott schien seine eigene Legende zu glauben und sich für den Messias zu halten - er wollte im Krieg gegen die neue Jägerfraktion anführen, und das obwohl er nicht einmal sein eigenes Rudel zusammenhalten konnte. Kira war immer noch bei den Skinwalkern, Isaac irgendwo in Frankreich verschollen, und Jackson und Ethan hatte Scott einfach zurück nach London gehen lassen anstatt sie dort zu behalten, wo er ein Auge auf sie haben konnte, und er scherte sich scheinbar nicht darum was aus Hayden geworden war, und das obwohl er sie selbst in einen Werwolf verwandelt hatte (nachdem er das beim ersten Mal offenbar beinhart abgelehnt hatte und Hayden lieber hatte sterben lassen anstatt zumindest zu versuchen sie durch einen Biss zu retten).

Stiles wusste nicht viel über Tamora Monroe – er kannte nur die Hörensagen – aber er wusste, dass sie skrupellos und irre war und mindestens genauso gefährlich wie Gerad es gewesen war. Aber da sie mit niemanden aus ihrem Rudel verwandt war (und ja, Chris gehörte zum Rudel, so sehr Mr. Werwolfjäger das auch abstreiten würde, immerhin war er inzwischen mehr Vater für Scott als Rafael das war, allerdings war der Kerl auch keine wirkliche Konkurrenz in dieser Hinsicht), sollte es einfacher sein zu tun, was nötig war, um sie zu neutralisieren.

Peter hätte vermutlich kein Problem damit die Probleme, die diese Frau mit sich brachte, permanent zu lösen, und so sehr Scott sich vor harten Entscheidungen zierte, so sehr hatte Stiles kein Problem damit Peter dieses eine Mal zu erlauben seine dunkleren Instinkte auszuleben, wenn das einen Krieg verhindern könnte.

Aber um Monroe zu neutralisieren, musste sie erst einmal gefunden werden. Und solange das nicht der Fall war, konnte sie auf der ganzen Welt für Ärger sorgen. Und da ihr Rudel aufgrund von Scotts Nachlässigkeit über die ganze Welt verstreut war, war das Erste, was Stiles tun musste, ihr Rudel wieder zusammenzubringen. Isaac, Cora, Jackson, Ethan, Kira und Hayden mussten nach Hause kommen. Und sie brauchten Braeden und ihre anderem Verbündeten in ihrer Nähe. Und ja, das inkludierte auch – seufz – Theo, denn offenbar hatte er sich geändert und versuchte zu sühnen oder dergleichen.

Seit Liam ihn mit Kiras Schwert befreit hatte, machte er sich offenbar immer wieder nützlich, wenn er es einrichten konnte, entweder weil er ernsthaft Vergebung erlangen wollte (möglich), oder weil er ernsthaft bereute was er getan hatte (wohl kaum), oder - wenn man Mason glauben konnte (und das tat Stiles) - dann vor allem deswegen, weil er sich offenbar auf Liam fixiert hatte (mit welchem Endziel war noch unklar, aber laut Mason mit nicht wenig Erfolg). Und so sehr Stiles Liam gerne eine lange „Sohn, der ist nicht gut für dich“-Rede gehalten hätte, so sehr wusste Stiles, dass man seine Ressourcen nützen musste. Und wenn er Peter in sein Rudel ließ, nur weil der ab und zu nützlich war und sowohl mit Derek als auch mit Malia verwandt war, nun dann müsste er Theo, der ebenfalls nützlich war und seine Zukunft mit Liam offenbar bereits im Detail inklusive adoptierter Kinder plante, wohl auch in sein Rudel lassen. Oder zumindest in die Nähe von diesen.

Braeden und Parrish gehörten ja offiziell auch nicht zum Rudel, obwohl sie in Wahrheit sehr wohl Teil davon waren (Stiles hatte in der Tat beschlossen Parrish zu behalten, und Braeden war Dereks Gefährtin und hatte Malia das Leben gerettet und sich damit einen Platz im Rudel verdient). Man musste Theo ja nicht sagen, dass ihm vergeben worden war und er nun zu ihnen gehörte, zu denken er müsste sich immer noch beweisen würde ihn vielleicht dazu animieren härter daran zu arbeiten nützlich zu sein.

Und wenn gerade von Verbündeten die Rede war, Stiles fragte sich, ob Deaton wohl wusste wo seine Schwester inzwischen steckte. Sie unterrichtete nicht mehr an der High School und schien auch nichts mehr mit dem Eichen Haus herumzuhängen, und Deucalion konnten sie nicht mehr fragen, ob er eine Ahnung hatte wo sie steckte, aber zwei Druiden wären besser als einer, wenn es hart auf hart käme, sie zu finden wäre also keine schlechte Idee, vorausgesetzt sie wäre dieses Mal auf ihrer Seite. Außerdem bräuchten sie Kiras Eltern (na ja um ehrlich zu sein vor allem ihre Mutter) wieder auf ihrer Seite, wenn es wirklich zu Krieg kommen sollte, aber die würden ja wohl von sich aus kommen, sobald sich Kira ihnen wieder anschloss. Stiles vermisste seine einzig wahre Nerd-Freundin, und das nicht nur weil er sich mit niemanden sonst über Star Wars unterhalten konnte. Von allen ihrer verstreuten Rudelmitglieder war sie diejenige, die er am dringendsten wieder an ihrer Seite sehen wollte. Zugleich war sie aber wohl auch diejenige, die sie am schwierigsten wieder nach Beacon Hills locken würden.

Aber mit dem richtigen Plan sollte es möglich sein. Immerhin waren Pläne Stiles‘ Ding. Das alles sollte also kein allzu großes Problem sein. Zumindest sollte er als Rudelführer so tun als ob es das nicht wäre.

Dass alles wie immer furchtbar schief gehen würde und sie improvisieren würden müssen um es doch noch hinzukriegen, verstand sich von selbst. Immerhin lief es immer so. Aber am Ende erreichten sie ihr Ziel trotzdem immer. Das würde auch dieses Mal nicht anders sein.

Notes:

Weiter mit dem ersten Teil: „Rudelführer“.