Chapter Text
Neue Sichtweisen
I.
Chris‘ Nachricht war kurz und markant gewesen: „Ich habe ihn und komme zurück nach Hause.“ Für Antworten auf entsprechende Fragen hatte sich der Jäger erst gar keine Zeit genommen und sofort wieder aufgelegt, aber immerhin war er unterwegs zurück nach Beacon Hills wie es schien. Mit … einem Entführungsopfer? Und was soll genau soll uns das bringen? Nun, Chris Argent weiß normalerweise was er tut, oder? Ich bin sicher wir werden noch erfahren was er sich denkt.
Stiles informierte schnell alle, die es etwas angehen könnte, über die bevorstehende Rückkehr des Jägers und setzte dann erneut dazu an schlafen zu gehen. Dieses Mal mit etwas mehr Erfolg, da er erst wieder gestört wurde, nachdem er bereits eingeschlafen war.
Jemand rüttelte ihn wach. Stiles blinzelte und erkannte die verschwommenen Umrisse, die ihn schüttelten, als Isaac. „Isaac? Du bist zurück? Ist Chris schon angekommen? Wie lange hab ich geschlafen?“, wunderte er sich.
Doch er schien sich gerade in einer Phase zu befinden, in der niemand besonders große Lust dazu hatte, seine Fragen zu beantworten, denn Isaac ignorierte diese beinahe alle und meinte stattdessen: „Es ist Derek. Irgendwas stimmt nicht.“
Das war alles in allem keine sehr aussagekräftigte Information, da der Tag, an dem zur Abwechslung einmal alles mit Derek Hale stimmte, erst noch kommen musste, also wollte Stiles sofort wissen: „Ist was mit Cora?“
Isaac schüttelte den Kopf. „Soweit ich weiß ist ihr Zustand unverändert“, meinte er, „Deswegen machen wir uns ja Sorgen. Weil wir nicht wissen was los ist.“
Nun, wenn es nicht um Cora ging, dann ließ das eine andere Möglichkeit offen, über die Stiles versprochen hatte Stillschweigen zu bewahren. Und außerdem … „Und was hat das Ganze mit mir zu tun?“, wollte er wissen, „Sollte sich nicht lieber Scott oder Peter oder Braeden um ihn kümmern?“
„Peter hat mich ja geschickt um dich zu holen“, erklärte Isaac nur unbeeindruckt, „Dich und nicht Scott. Wir wissen alle nicht was los ist, aber … ich kann spüren, dass etwas nicht stimmt. Und Jackson auch.“ Das Ganze hatte also irgendwas mit diesem ganzen Betas sind mit dem Alpha, der sie gemacht hat, verbunden-Zeugs zu tun, von dem Stiles noch nie besonders viel verstanden hatte, auch weil das irgendwie immer erstaunlich wenig Einfluss auf Scott und Peter gehabt hatte, und immer nur aufzukommen schien, wenn es um Liam ging, und nie wenn es Hayden betraf oder eben Dereks Betas, die jetzt zum ersten Mal darauf hinwiesen, dass sie irgendwie mit ihrem Schöpfer verbunden zu sein schienen. Aber auch das beantwortete nicht was das alles Stiles eigentlich anging, der ja überhaupt kein Werwolf war.
Auf ihn wirkte das Ganze verdächtig danach, dass Peter Hale wieder einmal seine eigene Verantwortung auf andere abwälzen wollte, aber warum er sie nicht auf Scott den Alpha abwälzte, sondern auf den armen Stiles blieb dahingestellt (außer er wüsste, dass Stiles wusste, was sein Dad ihm verboten hatte anderen zu sagen, aber selbst dann verstand Stiles nicht warum das alles an ihm hängen blieb).
Doch da sie ihn offenbar geschlossen heute nicht mehr schlafen lassen wollten, konnte er sich genauso gut um die Sache kümmern. „Von mir aus“, seufzte er, „Ich sehe nach Derek.“
Also zog er sich wieder an und begleitete Isaac zur aktuellen Hale-Hochburg in der Stadt.
Dort wurde er von einer besorgt wirkenden Cora und von Peter erwartet. „Hier bin ich also“, stellte Stiles fest und musterte Peter fragend, „Warum genau bin ich hier? Willst du noch mehr Chaos stiften indem du mich um meinen dringend notwendigen Schlaf bringst?“
Peter ignorierte die Spitze, sondern meinte nur: „Derek hat eine seiner Phasen und braucht jemanden, der ihm den Kopf wäscht.“
„Und das muss ich sein, weil…?“
„Weil du bessere Erfolgschancen hast als Scott“, meinte Peter nur unbeeindruckt ohne zu sagen warum er das dachte.
„Wir machen uns wirklich Sorgen“, warf Cora ein.
„Ja, schon klar“, seufzte Stiles, „Ich rede mit ihm.“ Diskussionen würden so oder so zu nichts führen, also konnte er genauso gut gleich mit seiner Arbeit beginnen. „Wo steckt er?“
Er fand Derek am Dach des Hauses düster vor sich hin starrend nahe an der Dachkante sitzend vor. Er schien über Gott und die Welt zu brüten, was nicht neu war, aber Stiles wusste, dass der Werwolf einen neuen Grund zum brüten geliefert bekommen hatte und vermutlich besorgt und wütend und überfordert zugleich war, und er wünschte sich einmal mehr, dass irgendjemand anders, jemand, der generell gesehen besser mit Derek zu recht kam als er, das hier übernehmen könnte.
Aber es lag nun mal an ihm, also trat er hinter dem Werwolf, räusperte sich, und meinte dann: „Gute Nachrichten, Chris ist zusammen mit dem Kerl, der Cora krank gemacht hat, hierher unterwegs. Vermutlich können wir ihr bald helfen.“
Derek machte sich nicht einmal die Mühe sich zu ihm umzudrehen. „Was machst du hier, Stiles?“, wollte er nur wissen.
Wenn ich das nur selber wüsste… „Die Frage ist eher was du hier machst, Sauer-Wolf“, gab Stiles zurück, „Sogar Jackson und Peter machen sich Sorgen um dich. Das bedeutet, dass du dich selbst für Derek Hale-Verhältnisse besorgniserregend aufführen musst.“
Derek ließ sich gar nicht erst zu einer Antwort herab.
Stiles seufzte. „Mein Dad hat mir gesagt was los ist“, bot er dann an, „Weil er es musste, weil ich ihn sonst bis in Grab genervt hätte. Also weiß ich was los ist.“
„Nun, ich wusste es nicht“, lautete die patzige Antwort, „Obwohl ich es hätte wissen müssen.“
„Ähm, das ist ein Thema, was genau dich und eine andere Person angeht, und du mit ihr diskutieren solltest anstatt mit mir“, wehrte Stiles schnell ab, „Ich bin sicher sie hatte ihre Gründe. Frauen haben die generell gesehen immer, und meistens sind es gute Gründe.“
Derek schnaubte. „Oh, glaub mir, ich hätte es mir an ihrer Stelle auch nicht gesagt“, behauptete er, „Aber das ist nicht der Punkt.“
Das war Stiles durchaus klar.
„Wir werden ihn retten“, meinte er, „Nicht einmal Monroe ist dumm genug ihm was anzutun.“
„Vielleicht. Vielleicht auch nicht“, lautete Dereks lapidare Antwort, „Wenn man wüsste was hasserfüllte Verrückte bereit sind zu tun und was nicht, dann wäre das Leben viel einfacher.“ Darin konnte Stiles ihm nur zustimmen. „Auf jeden Fall bringt es niemanden etwas, wenn du hier im Dunklen schmollst und wie Batman auf die Stadt hinab blickst“, merkte er an, „Wenn du was ändern willst, an dir oder deinem Leben, oder der Welt prinzipiell dann…“
Dereks trockenes Lachen unterbrach ihn. „Man kann nichts ändern, egal was man tut“, belehrte er Stiles, „Nicht wirklich. Du weißt doch was sie einem immer sagen, was sie dir vermutlich hundert Mal gesagt haben, während du noch auf der High-School warst? Es wird besser werden. Das ist die größte Lüge der Menschheitsgeschichte. Ich höre das schon so viele Jahre lang, und jedes Mal, wenn ich denke, dass es jetzt endlich soweit ist, dass es jetzt endlich besser wird, passiert etwas, das mich dazu bringt fragen zu wollen: Und wann genau? Wann wird alles endlich besser? Wann wird alles leichter? Wann geht es endlich bergauf? Mein Leben ist ein riesiger Berg, den ich hinunterrolle ohne jemals unten anzukommen.“ Er schüttelte seinen Kopf. „Nichts wird jemals besser. Ich habe ein Kind. Und was haben die mit diesem Kind getan?!“ Er lachte noch einmal voller Bitterkeit auf. „Es ist nicht verwunderlich, dass Peter damals verrückt wurde. Vielleicht ist das die einzig kluge Reaktion auf das Leben.“
Stiles biss sich auf die Lippen. „Verstehe“, meinte er dann, „Es ist also deine ewige Selbstmitleid-Nummer.“
Jetzt drehte sich Derek zu ihm um. „Bitte?!“ Es lag eine eindeutige Warnung in diesem einen Wort, aber Stiles hatte schon lange keine Angst mehr vor Derek Hale.
„Du hast deine Schwester, von der du dachtest, dass sie tot ist, zurückbekommen. Du hast deinen Onkel, der katatonisch und verrückt war, zurückbekommen. Du hast erfahren, dass du eine Cousine hast, von der du nichts wusstest, und dass du ein Kind hast, von dem du nichts wusstest. Außerdem hast du zwei Betas gemacht, die immer noch leben, und von denen sich zumindest einer immer noch um dich schert. Und du hast ein neues Rudel, das du nicht mal mehr anführen musst, sondern mit Weisheit unterstützen darfst ohne all die Verantwortung des Alphas tragen zu müssen. Und nicht zu vergessen, du hast in Braeden eine Gefährtin, die kick-ass, sexy und klug ist und auf die dich verlassen kannst. Außerdem will dich zur Abwechslung mal keiner verhaften und einsperren, und du hast einen Jäger-Alliierten, der auf deiner Seite steht und dich beschützt und unterstützt. Und nicht zu vergessen du hast nach wie vor Geld wie Heu. Aber natürlich, es wird niemals besser. Nicht wirklich, nicht wahr? Du bist genauso alleine und missverstanden und auf der Flucht wie du es früher warst“, erklärte ihm Stiles ruhig, „Wie konnte mir das entgehen?“
Derek starrte ihn an. „Meine Schwester ist krank, mein Sohn würde entführt, es werden biologische Waffen entwickelt, die meine ganze Spezies ausrotten sollen, meine Verbündeten werden bedroht, und das soll besser sein?“, empörte er sich.
„Ja, verdammt, weil du nicht alleine damit bist!“, blaffte ihn Stiles an, „Deine Familie und du ihr werdet ständig bedroht, angegriffen, und beinahe umgebracht. Irgendwer will euch immer an den Kragen. Aber im Gegensatz zu früher musst du dich dieser Tatsache nicht mehr alleine stellen. Wir sind auch noch da. Wir alle. Und ja, wir sind dadurch, dass wir dich kennen auch gefährdet, und ja, das bedrückt dich, aber ist es nicht besser zu wissen, dass jemand in Gefahr ist, weil er sich um dich schert, als vollkommen alleine zu stehen?“
Derek starrte ihn immer noch ungläubig an. „Ich soll mich darüber freuen, dass andere meinetwegen leiden?“, wollte er wissen.
„Verdammt, ja! Es wird immer jemanden geben, der dich umbringen will, weil er deine reine Existenz hasst. Dagegen kann man nichts machen, weil die Menschen von Natur aus hasserfüllte Arschlöcher sind, die in allen anderen eine Gefahr für ihr eigenes Wohlergehen sehen. Aber du kannst wenigstens Trost aus der Tatsache schöpfen, dass es noch andere gibt, die sie genau aus den selben Gründen umbringen wollen wie dich, und die an deiner Seite gegen all diesen Hass stehen. Und manche davon konnten dich früher nicht mal besonders leiden, sehen jetzt aber, dass du nicht viel anders bist als sie und verteidigen dich mit Schweiß und Blut. Wenn du daraus keinen Trost schöpfen kannst, dann gibt es nichts, aus dem du Trost schöpfen kannst“, meinte Stiles.
„Es ist gut, dass du zum FBI willst, denn Therapeut solltest du definitiv nicht werden“, erklärte Derek nach einem Moment der Stille daraufhin.
„Wenn du Lügen und falsche Versprechungen willst, findet sich sicher jemand, der dir die anbieten kann, aber ich bin Realist“, gab Stiles zurück, „Und im Grunde hast du ja recht: Es wird niemals besser. Nicht wirklich. Aber du hast auch unrecht, denn die Dinge ändern sich ständig. Weil Menschen sie ändern. Manchmal sogar einzelne Menschen. Aber das sind Menschen, die was tun und nicht nur auf ihren Hintern rumsitzen oder im Dunklen rum stehen und vor sich hin starren und sich selbst bemitleiden. Wer aufgibt und sich damit abfindet, dass er nichts ändern kann, der hat schon von vorherein verloren. Wer aufsteht und kämpft, der geht zumindest zusammen mit Gleichgesinnten an seiner Seite unter. Und vielleicht, nur vielleicht, hat er sogar das Glück währenddessen einen guten Mitteteil seiner Geschichte erleben zu dürfen, währenddessen zur Abwechslung mal nicht alles scheiße ist und die Sonne jeden Morgen wieder aufgeht.“
„Ein guter Mittelteil, also, ja?“ Derek hob die Augenbrauen. „Was Besseres hast du nicht zu bieten?“
„Natürlich nicht, weil jedes Ende nur ein beliebiger Punkt ist, an dem eine Geschichte abgebrochen wird. Deswegen gibt es kein Happy End- Für niemanden. Am Ende stirbt jeder. Und jeder ist dabei alleine. Und hat davor Verluste erlebt. Aber zwischendurch, da hatten die meisten auch mal Glück im Leben. Selbst wenn es nur einziger schöner Sonnenaufgang in Stille zwischen Bombenhageln war. Aber das ist immer noch besser als gar nichts“, verkündete Stiles ruhig, „Ist die Aussicht darauf ein Kind zu haben, das du kennenlernen kannst, nicht zumindest etwas, worauf du dich freuen kannst?“
Derek blickte ihn einen Moment an. Und dann lächelte er. Nur für einen Moment, aber doch. „Vielleicht wärst du doch kein so schlechter Therapeut wie ich anfangs dachte“, räumte er ein, „Lass uns rein gehen, sonst wird dir hier draußen am Dach noch kalt.“
Als ob der Mangel an Wärme Stiles größtes aktuelles Problem wäre. Doch zumindest schien er Derek wieder beruhigt zu haben, also verließen sie gemeinsam das Dach und kehrten in die Wohnung der Hales zurück.
„Bitte schön ein wieder normal-grummeliger Derek Hale, wie bestellt“, meinte Stiles zu den anderen, kaum, dass sie in der Wohnung angekommen waren. Dann meinte er Cora: „Ich wollte dir keine falschen Hoffnungen machen, daher hab ich bisher nichts gesagt, aber Chris Argent ist mit dem Kerl, der für deinen Zustand verantwortlich ist, auf den Weg hierher; also gibt es vielleicht Licht am Ende des Tunnels…“
„Keine Sorge, ich mache mir keine zu großen Hoffnungen“, meinte Cora dazu, was nicht überraschend war, denn immerhin war sie Dereks Schwester und ging mit einer ähnlichen Einstellung durchs Leben.
„Na gut, bevor Isaac und ich nach Haus gehen –und ich meinen dringend notwendigen Schlaf nachhole- will ich noch ein paar Worte mit Peter wechseln. Entschuldigt uns kurz…“ Stiles packte Peter am Arm und zerrte ihn mit sich aus der Wohnung hinaus weit genug weg um von Werwolf-Ohren nicht belauscht werden zu können (hoffentlich).
Peter warf ihm einen fragenden Blick zu. „Krieg ich jetzt wieder einen Vortrag darüber, dass ich darüber nachdenken sollte mein Leben zu ändern?“, wollte er wissen.
„Wozu? Das wäre Zeitverschwendung. Du tust es ja doch nicht und fällst mir sowieso wieder bei der ersten sich bietenden Gelegenheit in den Rücken, egal wie nahe wir uns verbal auch kommen sollten“, gab Stiles nur zurück, „Nein, ich will nur wissen warum du Isaac ausgerechnet zu mir geschickt hast. Und zwar die Wahrheit dieses Mal.“
Peter seufzte. „Ich habe dir die Wahrheit gesagt, aber bitte wenn du auf die lange Version bestehst…“ Er verdrehte theatralisch die Augen. „Scott ist zu anders als wir es sind, er kann gewisse Dinge einfach nicht begreifen, und das ist auch gut so. Ich meine, ich wünsche anderen nicht, dass sie unser Kreuz tragen müssen, auch wenn ich sie manchmal dafür beneide, dass sie so unberührt von allen Tragödien zu bleiben scheinen. Aber der Punkt ist, dass es nicht begreift was wahrer Verlust bedeutet.“
„Er hat Allison verloren“, warf Stiles ein, „Seine erste große Liebe. Also weiß er sehr wohl was wahrer Verlust bedeutet.“
„Allison ist im Kampf gegen das Böse als Jägerin gestorben. Was tragisch ist, weil sie so jung war, und ihr sie alle mochtet, aber es war ein Heldentod. Etwas, womit zu rechnen war. Ich spreche von der Art von Verlust, die einen unerwartet trifft, die Unschuldige erwischt, die nichts getan haben um das zu verdienen, den man nicht hätte verhindern können, obwohl man sich immer wieder einredet, dass man etwas hätte tun können, ich spreche von der Art von Verlust, die einem ein Stück seiner Seele raubt“, erklärte Peter, „Die Art Verlust kennst du, aber Scott kennt sie nicht. Also wäre er nicht zu Derek durchgedrungen.“
„Ach so. Ich dachte schon, es hätte schon wieder irgendwas mit Alpha und ehemaligen Alpha und all diesem Werwolf-Zeug zu tun“, meinte Stiles schließlich.
Peter musterte ihn nur einen Moment lang. „Na ja, das auch, aber das spielt eine untergeordnete Rolle“, meinte er nur, „Außerdem bist du praktisch Familie, während Scott und Derek … na ja, ich meine sie sprechen immer davon Brüder zu sein, aber so wirklich brüderlich gehen sie eher selten miteinander um.“
„Sei dir da nicht so sicher, Geschwisterrivalität haben sie voll drauf“, kommentierte Stiles diese Feststellung und dachte an ein paar seiner Interaktionen mit beiden Männern aus der letzten Zeit zurück, „Außerdem sind Malia und ich nicht mehr zusammen.“
Peter verdrehte nur die Augen. „Irgendwann, Stiles Stilinski, werde ich herausfinden, ob du nur so tust als ob du gewisse Dinge nicht begreifst oder wirklich so unwissend bist“, behauptete er.
Stiles kniff die Augen zusammen und war sich ziemlich sicher, dass er gerade beleidigt worden war, aber er ließ das Thema fallen, weil er zu müde für weitere Diskussionen war. „Wie auch immer, greif in Zukunft vielleicht auch das eine oder andere Mal auf Scott zurück, ich bin nicht der Hale-Flüsterer vom Dienst“, schloss er das Gespräch, obwohl ihm im selben Moment klar wurde, dass er in Wahrheit wohl genau das war.
Auch egal, ich will endlich schlafen. Denn ich muss mich noch als Stilinski-Flüsterer üben, wenn ich mit meinem Dad über diese magische Blutlinien-Sache rede und dafür wach sein, und außerdem kommt Chris mit seinem Gast bald hier an und dafür sollte ich erst recht wach sein. Also Zeit fürs Bett. Dieses Mal ernsthaft.
Er ließ Peter keine Chance mehr auf eine entsprechende Antwort und ging zurück in die Wohnung um Isaac einzusammeln. Und machte sich dann wieder auf den Weg nach Hause in der Hoffnung dieses Mal endlich wirklich Schlaf nachholen zu können.
