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Im Namen der Gerechtigkeit

Summary:

Zwischen Pflicht und Gefühl gibt es keinen sicheren Hafen.

Sengokus Tochter Justizia hat ihr ganzes Leben der Gerechtigkeit gewidmet. Als Teil der Marine steht sie für Ordnung, für Gesetz und Gerechtigkeit – für alles, woran sie glaubt. Doch als sie eine Entscheidung trifft, die alles verändert, zerbricht ihr Weltbild in einem einzigen Moment: Sie befreit Portgas D. Ace aus Impel Down und verrät damit nicht nur die Marine, sondern auch sich selbst.

Auf der Flucht begegnet sie den Rothaarpiraten – und ihm.

Ben Beckman.

Ein Mann aus ihrer Vergangenheit. Eine einzige kurze Begegnung, die für beide nie in Vergessenheit geriet. Zwischen unausgesprochenen Gefühlen, gefährlichen Wahrheiten und der ständigen Bedrohung durch die Marine sowie anderen dunklen Schatten der Vergangenheit geraten ihre Herzen in einen Strudel, dem sie nicht entkommen können.

Doch wie weit ist Justizia bereit zu gehen?

In einer Welt, in der Gerechtigkeit und Verrat nur zwei Seiten derselben Medaille sind, muss sie sich entscheiden – bevor sie alles verliert.

Oder sich selbst findet und vielleicht findet sie dabei noch etwas ganz anderes.

Notes:

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich selber nun unendlich viele gute Fanfictions gelesen habe, wollte ich es auch mal mit einer eigenen Versuchen. Die Idee für diese Geschichte habe ich schon lange im Kopf und zum Großteil auch schon zu Papier gebracht. Es wird also nicht so lange dauern mit weiteren Updates. (Hoffentlich)

Meine Lieblings Crew sind einfach die Rothaar-Piraten und allen voran natürlich der Charakter Ben Beckman - der gibt einfach Daddy-Vibes.

Bitte hinterlasst gern ein paar Kommentare und auch Kritik (grammatikalisch, Schreibstil, Inhaltlich).
Leider kann ich mir die zeitlichen Abläufe der Geschehnisse in One Piece nicht so gut merken und bin durch die vielen Fanfictions mit Alternativen Universen auch nicht so daran interessiert diese einzuhalten. Daher spielt die Geschichte auch in einem alternativen Universum, sollte aber etwas gar nicht passen dann könnt ihr mich, wie bereits oben erwähnt, gern darauf hinweisen.

Wenn jemand Interesse hat die Geschichte Beta zu lesen kann er sich gern bei mir melden.

Auch suche ich jemanden der einen oder mehrere One Shots für die Geschichte schreibt mit Lemon/ Smut - Paaring OC x Ben Beckman und OC x Smoker (Vergangenheit)
Lese das total gern aber bin im schreiben darin eine totale Niete. *Lach

Bis auf den OC gehören alle Charaktere Eiichiro Oda.

Sollte es Parallelen zu anderen Fics geben ist dies nicht bewusst passiert.

Ich wünsche euch viel Spaß mit der Geschichte.

Chapter 1: Sommerluft und Schießpulver

Chapter Text

Die Luft der Hafenstadt in Mitten der Grand Line schmeckte nach Salz, Sonne und Urlaub. Sie hatte ein paar Tage frei von ihrer Arbeit und den damit verbundenen Verpflichtungen. Wie so oft hatte sie zu erst Smoker besucht und war dann für ein paar Tage Entspannung auf die kleine Sommerinsel weiter gesegelt.
 
Judy atmete tief den Duft ihrer Umgebung ein, während sie die gepflasterte Hauptstraße der kleinen Sommerinsel entlangschlenderte. Das Meer im Hafen glitzerte in der Ferne wie geschmolzenes Glas, Möwen kreisten kreischend über den Dächern und zwischen Marktständen, Cafés und Tavernen mischten sich Stimmen von Zivilisten, Matrosen und Piraten zu einem eigenartigen aber friedlichen Klangteppich.
 
Die Insel bat einen neutralen Boden, einen Ort an dem Herkunft, Uniformen, Namen und Ränge keine Rolle spielten. Zumindest nicht offiziell.
 
Judy trug ein eng geschnittenes, cremefarbenes, schlichtes Sommerkleid, das ihre weibliche Figur betonte, ohne billig dabei zu wirken. Hohe Absatzschuhe klackerten selbstbewusst über das Pflaster der Straßen als sie sich bewegte. Ihr langes kupferfarbenes Haar fiel in weichen Wellen über ihre Schultern, glänzend im Sonnenlicht. Die Marine hatte heute nur einen Gedanke in ihrem Kopf — nicht sichtbar an ihrer Kleidung oder auf ihrer Haut.
 
Das Tattoo im Dekolleté, welches sonst in große schwarzen Buchstaben „Justice“ zeigte, war unter Stoff dem Stoff ihres Kleides verborgen.
 
„Justice“.
 
Ein Titel.
Ein Name den sie sich in der Marine hatte erarbeiten und erkämpfen müssen.
Ein Anspruch - Ihr Anspruch an sich und ein Zeichen ihrer Loyalität.
 
Ihre blauen Augen glitten über die Schaufenster der Läden, doch ihre Gedanken waren weit entfernt bei einem bestimmten Tag vor einigen Wochen.
 
Kizaru. Sie hatte den Admiral im Trainingskampf besiegt. Nicht durch rohe Kraft — sondern durch Präzision, Strategie und Geduld. Judy hatte seine Bewegungen gelesen, seinen Rhythmus analysiert und zu einem Tanz geformt in dem sie die Führung übernommen hatte. Und dann hatte Sie Ihn aus dem Gleichgewicht gebracht.
 
Ihr Vater, Großadmiral Sengoku, sowie weitere Admiräle und Vize-Admiräle hatten dem Spektakel zugesehen.
 
Als sie gewonnen hatte, hatte ihr Vater nichts gesagt. Kein Lob. Kein Tadel. Nur dieser eine prüfende Blick.
 
Sie biss sich leicht auf die Unterlippe. Ihr Traum - Vierte Admiralin der Marine zu werden war sie an diesem Tag einen Schritt näher gekommen, dessen war sie sich sicher.
 
Es war nur logisch. Die Marine brauchte immer Personen mit Stärke, Disziplin und Entscheidungsfähigkeit in der Führungsebene. Personen die ein Symbol der Gerechtigkeit verkörperten.
Und wer verkörperte Gerechtigkeit mehr als sie?
 
Sie arbeitete härter als jeder Admiral. Trainierte mehr, dachte weiter.
 
Und trotzdem hatte sie bis jetzt nur den Rang eines Kapitäns erhalten. Auch ließ Ihr Vater sie nie mehr machen als Büroarbeit oder Fracht- und Übungsfahrten mit zukünftigen Kapitänen. Mit einer eigenen Crew durfte sie bis jetzt nicht aufs offene Meer fahren und ins Gefecht.
 
„Noch nicht Justizia“, hatte ihr Vater gesagt.
„Die Zeit ist noch nicht gekommen.“
 
Sie war mittlerweile fünfundzwanzig.
 
Wann genau sollte diese Zeit kommen? Natürlich waren die meisten Admiräle und Vize älter als sie aber von ihren Fähigkeiten war sie jetzt schon mindestens genauso weit wie diese.
 
Ein leises, frustriertes Schnauben entwich ihr bei dem Gedanken. Ein paar vorbeigehende Männer drehten sich nach ihr um, doch sie ignorierte die Blicke gekonnt. Daran war sie gewöhnt.
 
Sie wollte nicht bewundert werden für ihr Aussehen. Sie wollte ernst genommen werden für ihre Fähigkeiten.
 
 
Ihr Blick blieb an einem dunklen Schaufenster hängen.
 
Ein Waffenladen.
 
Das Haus und der Eingang waren schlicht, fast schon unauffällig. Ein langsames Lächeln huschte über ihre Lippen.
Warum nicht dachte sich Judy? Sie öffnete die Tür des Ladens und es empfing sie der Geruch von Metall, Öl und Politur. Der Laden bestach durch Qualität statt Prunk.
 
Gedämpftes Licht fiel durch die schmalen Fenster, Staubpartikel schwebten träge in der warmen Luft. An den Wänden hingen Gewehre, Dolche, Pistolen verschiedenster Bauarten. Hinter dem Tresen stand ein älterer Mann mit Brille, der sie musterte — nicht abschätzend, eher neugierig.
 
Sie bewegte sich selbstsicher zwischen den Auslagen und Regalen hindurch.
 
Ihre Finger strichen über kühles Metall. Sie liebte dieses Gefühl von leichtem Metall in ihrer Hand, dem Potenzial ein Ziel in Sekunden auszuschalten und die Kontrolle die man dabei hatte.
 
An einer Auslage blieb sie stehen. Eine Pistole aus dunklem Metall mit einem gravierten Griff – elegant dachte Sie sich. Sie nahm die Pistole in die Hand. Das Gewicht zog sofort an ihrem Handgelenk, vom Kaliber zu schwer für sie.
 
Mit der Pistole zu schießen wäre nicht unmöglich — aber es wäre eine Herausforderung durch die Dysbalance. Der Schwerpunkt lag weiter vorne, als sie es bevorzugte. Der Rückstoß würde dadurch stärker sein und die Waffe beim Abschuss verziehen. Doch sie wusste auch, die schweren Waffen hat meist mehr Durchschlagskraft.

Trotzdem testete Judy das Gewicht der Waffe in ihrer Hand und drehte diese bisschen hin und her.
 
„Die ist zu schwer für sie.“ Die Stimme kam ruhig, tief, Beinahe beiläufig.

Sie erstarrte kurz. In ihren Gedanken versunken, hatte sie nicht gehört wie sich die Tür des Ladens erneut geöffnet hatte. Langsam drehte sie sich zu der Stimme, die hinter ihr erklungen war, um.
 
Dann sah sie ihn.
 
Groß, breit gebaut, eine entspannte Haltung, als würde ihn nichts auf dieser Welt aus der Ruhe bringen können. Über seine Schultern fiel graues Haar das in einem Pferdeschwanz zusammengebunden war, wobei einige noch schwarze Strähnen hervor blitzten. Ein Gesicht, das von Erfahrung gezeichnet war — nicht alt, sondern… interessant mit einem gefährlich ruhigen Ausdruck.
 
Ben Beckman.
 
Sie hatte genug Fahndungsplakate von Piraten gesehen, um die gefährlichsten davon sofort wieder zu erkennen.
 
Vizekapitän der Rothaar-Piraten. Einer der klügsten Männer auf den Meeren. Strategisches Genie und ebenso gefürchteter Kämpfer.
 
Und verdammt, in echt sah er gut aus.
Diese lässige Art, wie er dastand, als gehöre ihm der Raum um ihn herum.
 
Sie zwang sich dazu ihr Herz langsamer schlagen zu lassen. Er hingegen musterte sie noch einmal oberflächlich.
Ihr cremefarbenes Sommerkleid, die hohen Schuhe, die gepflegte Nägel und perfekt geschwungenen Wimpern.
 
Auf den ersten Blick verkörpere Judy ein hübsches Püppchen das so aussah als wären Waffen Accessoires und kein Gegenstand zum kämpfen.
 
„Der Rückstoß wird Sie aus der Balance bringen“, fügte er kurz darauf hinzu.
 
Sein Ton war nicht unfreundlich, eher sachlich, fast schon neckisch.
 
Ihre Augen wurden einen Hauch kühler. Sie legte den Kopf minimal schief, musterte ihn nun ihrerseits von unten nach oben.
 
„Ist das so?“, fragte Judy mit prüfenden Unterton.
 
„Das Modell ist eher für jemanden mit einer größeren Hand und einem stärkeren Handgelenk gedacht.“, erwiderte er ruhig.
 
Da war sie…diese subtile Herablassung, der Judy bereits oft genug in Ihrem Leben begegnet war. Meistens immer dann, wenn man sie wegen ihrem Aussehen unterschätze wurde. Etwas in ihr richtete sich auf.
 
Sie drehte die Pistole noch ein letztes Mal leicht in ihrer Hand, prüfte erneut das Gewicht. Ja, sie war zu schwer für sie und Judy wusste das. Aus irgendeinem Grund war sie aber nicht bereit nachzugeben und die Waffe zurückzulegen. Vielleicht weil er einer der gefürchtetsten Piraten war, der auf den Meeren der Grand Line segelten und sie eine Marine, die sich beweisen wollte.
 
Sie sah ihn dann direkt an. Ihre blauen Augen trafen auf seine grauen Augen, nicht bereit nachzugeben. Ein paar Sekunden vergingen. Dann lächelte sie - nicht süß, nicht schüchtern, sondern selbstbewusst.
 
„Es braucht schon mehr, um mich aus der Balance zu bringen.“, antworte Judy ihm spöttisch.
 
Kurz kehrte Stille ein. Für den Bruchteil eines Moments blitzte etwas in seinen Augen auf. Überraschung? Interesse?
 
Er hatte offenbar nicht mit einem Konter gerechnet. „Es war nur ein gut gemeinter Rat.“, sagte er wieder ruhig.
 
„Das bezweifle ich nicht.“, erwiderte Judy mit einem abfälligen Unterton.
 
Sie wandte sich, mit der Waffe in ihrer Hand, wieder dem Verkäufer zu und sagte: „Ich nehme sie.“
 
Der ältere Mann hob überrascht die Brauen. „Sind Sie sicher, Miss?“
 
„Absolut.“, entgegnete sie selbstsicher.
 
Ben sagte nichts mehr. Er beobachtete sie nur noch wie sie mit der Pistole in der Hand zum Theresen ging und zahlte. Ihm entging dabei nicht wie sie die Waffe mit ruhiger sicherer Bewegung in die mitgelieferte Ledertasche legte. Wie sie sich nicht ein einziges Mal unsicher dabei bewegte.
 
Sie ging nah genug an ihm vorbei, sodass er ihr Parfum wahrnahmen konnte — dezent, warm, nicht aufdringlich.
 
Sie blieb kurz neben ihm stehen und sagte mit fester aber leiser Stimme, nur so, dass er es hören konnte: „Vielleicht sollte man nicht immer unterschätzen, was gut aussieht.“
 
Dann ging sie aus dem Laden ohne sich ein weiteres Mal nach ihm umzudrehen. Die Türglocke klingelte leise hinter ihr als die Tür des Ladens sich endlich schloss.
 
Ben blieb für einen Moment wie angewurzelt stehen. Blinzelte einmal, zweimal.
 
Was zur Hölle…?, dachte er sich
 
Als er wieder mit klarem Blick zur Tür schaute war sie auch bereits vor den Fenstern des Ladens verschwunden. 
 
Ein Püppchen? , fragte Beckman sich. Nein das konnte nicht sei. Etwas Stimmte an ihrem Umgang mit der Schusswaffe und den Worten die sie gesagt hatte für ihn nicht zu dem, was der erste Eindruck von ihr vermuten ließ.
 
Unsicherheit mit Selbstbewusstsein zu überspielen war nichts ungewöhnliches. Er hatte es oft genug gesehen und es hatte seinen Gegner oft genug das Leben gekostet. Aber das war keine gespielte Überheblichkeit gewesen und keine naive Trotzreaktion. Das war pure Überzeugung.
 
Er strich sich mit Daumen und Zeigefinger über das Kinn. Ein „Tsk.“ entkam seinen Lippen.
 
Beckman schüttelte mit dem Kopf, seit wann ließ er sich von einer fremden Frau so sprachlos machen?
 
Später am Tag. Die Sonne stand bereits tiefer und tauchte den Hafen in goldenes Licht. Die Rothaar-Piraten hatten sich in einer offenen Taverne niedergelassen. Gelächter erfüllte die Luft, Krüge klirrten und fröhliche Musik spielte im Hintergrund.
 
Ben setzte sich mit einem Getränk an den Tisch zu seiner Crew.
 
„Na?“, grinste Lucky Roux ihn breit an. „Du siehst aus, als hättest du ein Gespenst gesehen.“
 
„Oder als hätte dich jemand abblitzen lassen“, fügte Yasopp süffisant lachend hinzu.
 
Ben nahm einen Schluck von seinem Getränk. „Unsinn.“, erwiderte er genervt.
 
„Oh, doch“, kam es amüsiert von gegenüber. Shanks lehnte sich zurück, die Beine locker übereinandergeschlagen, ein schiefes Grinsen auf den Lippen — aber sein Blick war aufmerksam. „Erzähl.“, forderte der Kapitän seinen Vize auf.
 
Ben schwieg einen Moment und dachte nach. Er wusste selbst nicht, was genau er erzählen sollte oder warum es so offensichtlich war, dass ihn die Begegnung mit der fremden Frau von heute immer noch beschäftigte. Wer sie war?
 
„Nur jemand im Waffenladen“, sagte er schließlich.
„Ah.“ Lucky grinste wissend und ergänzte: „Hübsch?“
 
Ben antwortete wieder nicht sofort.
 
Sie war ihm beim betreten des Geschäfts sofort aufgefallen. Ihr kupferfarbenes Haar, die frauliche Figur, gehüllt in ein cremefarbenes Sommerkleid. Warum er sie angesprochen hatte wusste er nicht. Auf den ersten Blick hatte sie in dem einfachen Laden fehl am Platz gewirkt mit ihrer Aufmachung. Vielleicht war es auch genau das was sein Interesse geweckt hatte.
Und dann, als sie sich zu ihm umdrehte, sah er in Augen, welche ein tieferes Blau hatten als jedes Meer auf dem er je gesegelt war. Haut wie Porzellan, volle Wimpern und Lippen zierten ihr Gesicht, mit einem Lächeln, dass eher Herausforderung als Einladung war.
 
„…Ja.“, gab er nach einigen zögern zu.
Das Gelächter wurde lauter.
„Unser eiskalter und gefasster Vize ist beeindruckt!“, lachte Shanks laut auf.
 
Ben entgegnete daraufhin fast schon ein wenig zu schnippisch: „Ich bin nicht beeindruckt!“
 
„Natürlich nicht“, sagte Shanks belustigt von der Reaktion seines Freundes.
 
Die anderen lachten weiter und widmeten sich dann wieder den vorangegangenen Gesprächen und ihren Getränken, doch Shanks’ Blick blieb auf Ben ruhen.
 
„Was ist es wirklich?“, fragte er ihn leise.
 
Ben hob den Blick. Zwei alte Freunde. Keine Masken hinter denen man sich verstecken konnte. Ben und Shanks kannten den jeweils anderen lange und gut genug um zu merken, wenn etwas mit dem anderen nicht stimmte.
 
„Sie hat mich glaube ich nicht erkannt“, sagte Ben langsam.
 
Shanks’ Braue hob sich skeptisch in Richtung seiner Stirn.
 
„Oder sie hat es sehr gut versteckt.“, ergänzte Ben noch.
 
War es das was für ihn nicht stimmte? War sein Ego angekratzt, weil eine Frau in irgendeinem Waffenladen ihn nicht erkannt hatte? Er war kein unbekannter Pirat aber natürlich konnte nicht jede Frau, auf der ganzen Grand Line, ihn kennen.
 
Shanks grinste langsam. „Interessant.“
 
Ben nahm noch einen Schluck von seinem Sake und zündete sich frustriert eine Zigarette an.
 
Und während um ihn herum gelacht wurde, während Musik spielte und die Sonne langsam im Meer versank, dachte er an den Satz:
 
„Es braucht schon mehr, um mich aus der Balance zu bringen.“
 
Zum ersten Mal seit langer Zeit fragte er sich, ob das vielleicht auch für ihn gelten würde.
 
Und irgendwo auf der gleichen Insel, während Justizia barfuß am Strand entlangging und die warme Brandung ihre Füße umspielte, dachte sie ebenfalls an die Begegnung von heute und daran, wie unerwartet gut er ausgesehen hatte, wenn er irritiert war.
 
Sie wusste, dass sie am heutigen Tag mit dem Feuer gespielt hatte. Und sie hatte jede Sekunde davon genossen.